Schulsozialarbeit am Landgraben

Wir halten mit unserem Angebot der Schulsozialarbeit an der „Schule am Landgraben“ Begleitungs- und Unterstützungsmöglichkeiten auf mehreren Ebenen vor. Seit August 2015 unterstützt cooperatio - soziale Arbeit & Schule e.V. die Kinder, Jugendlichen und Eltern auf dem Weg durch die „Schule am Landgraben“. Grundlegend für die Bekanntheit und das Vertrauen gegenüber jugendhilflicher Angebote im Kontext Schule ist eine kontinuierliche und hohe Präsenz im Alltag der Kinder und Jugendlichen. Vor dem Hintergrund geschlechtssensiblen und genderorientierten Handelns, ist die zur Verfügung stehende eine Fachkraftstelleparitätisch besetzt. Wir tragen für die Kinder und Jugendlichen dazu bei, soziokulturelle Teilhabe für ihr Leben innerhalb unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Die Mitarbeiterin und der Mitarbeiter im Projekt verfügen über langjährige Erfahrungen im Arbeitsfeld „Jugendhilfe und Schule“.

Gemeinsam mit den Pädagog_innen gestalten wir den Alltag in der „Schule am Landgraben“:

Individuelle Begleitung im Schulalltag

Der Rahmen ist an dem jeweiligen Potential der Mädchen und Jungen orientiert. Das betrifft sowohl das eigene Tempo, sich den Herausforderungen zu stellen, wie auch die Bereitschaft, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen. Zu Beginn kann ein zwangloses Gespräch oder eine spielerische Sequenz stehen. Die Beschäftigung mit individuellen Projekten oder Wünschen sorgt für eine vertrauensvolle und sichere Atmosphäre. Die Schulsozialarbeiter_innen können als eine Art „Türöffner und Übersetzer“ der Kinder und Jugendlichen fungieren. Hier ergeben sich immer wieder bemerkenswerte Projekte,die die Fertigkeiten der Kinder und Jugendlichen betonen und ihnen Mut machen, ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Unsere Angebote und Projekte betonen lebenslagensensibel Arbeitsformen!

Innerhalb der Einzelbegleitungen kann der Kontakt zu und die Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten sinnvoll sein.

Offene Beratung

Offene Beratung bieten wir allen Menschen an, die unmittelbar mit dem Lebens- und Lernort der „Schule am Landgraben“ verbunden sind. Sich einander im Alltag begegnen heißt, immer wieder ins Gespräch zu kommen. Es gilt wahrgenommen zu werden, Fragen zu ermöglichen oder ein, zwei freundliche Worte miteinander zu wechseln. Wir handeln lebenslagensensibel und prozessorientiert mit einem Blick für Lösungen. Wir sind präsent und arrangieren rund um den Schulalltag vor und nach der Schule Möglichkeiten zur Begegnung.

 

Mediation

Die Mediation versteht sich als Angebot, das Konfliktparteien wieder miteinander ins Gespräch bringt, damit sie füreinander eine – für alle Seiten zufriedenstellende – Lösung erarbeiten können. Dieser Prozess wird durch einen oder mehrere unabhängige Mediatoren geleitet und begleitet. Unabhängig meint dabei, für ein gelingendes Entwickeln frei von den Aufträgen des Lehrkanons und den Erwartungen und Wünschen zu agieren. Neben den Mitarbeiter_innen der Schulsozialarbeit stehen Pädagog_innen des Vereins mit einer entsprechenden Zusatzausbildung zur Verfügung.

 

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit wird in unterschiedlichen Formen durchgeführt. In der Schulsozialarbeit der „Schule am Landgraben“ können Kleingruppen, themenspezifische Gruppen oder auch Lerngruppen begleitet werden.
Wir widmen uns den Kindern und Jugendlichen in ihren Klassen für mind. ein Schuljahr beim:

  • Einüben von Tagesrhythmen und Ritualen,
  • Kennenlernen und Erproben von prosozialem Handeln,
  • individuell bewussten Wahrnehmen und Steuern gruppendynamischer Prozesse,
  • Handeln in Rollen und dem Erfahren von Gruppenidentität.

Der Zugang zur Gruppenarbeit ist freiwillig und niederschwellig einzurichten. In speziellen Situationen (Krisenbegleitung, Konfliktlösung) wird mit einem normativen Kontext gearbeitet. Die Mitarbeitenden in den Projekten und die Fachkräfte im Verein setzen sich kritisch mit Schulpflicht und die hieraus erwachsenden Zwänge für Kinder und Jugendliche auseinander. Es gilt, diese besondere Herausforderung auch gegenüber Eltern und Lehrkräften mitzudenken, ohne sie in unserer Arbeit zu übernehmen. Jedoch orientieren wir uns an organisatorischen Gegebenheiten wie Schulbesuchszeiten und dem Rhythmus von Unterricht und Pausenzeiten.

Thematische Projekte

Thematische Projekte werden erarbeitet und durchgeführt in Kooperation mit Fachstellen und Partnern der Jugendhilfe in Bezug auf:

  • Demokratiebildung
  • Arbeit mit Medien und sozialen Netzwerken
  • Körperlichkeit und Reifung
  • Courage und Hilfe im Alltag

Wir bauen hier auf die gute Zusammenarbeit mit den Partnern der vergangenen Jahre und entwickeln die Themen, orientiert an Bedürfnissen und sozialpädagogischen Erfordernissen, weiter.

Die Kinder und Jugendlichen nehmen an der Aktion des Stadtteils „Leuben putzt“ teil.

Angebote Außerschulischer Bildung

Jugendfilmtage „Sucht“

Sternwarte Radebeul

Kooperationspartner Feuerwehr

Auf Sendung! Ein Medienprojekt

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Kooperationspartner für die kreativen Ideen und die gute Zusammenarbeit!

Das Angebot der Schulsozialarbeit an der „Schule am Landgraben“ basiert auf den §§ 11 & 13 SGB VIII und ist

 

 

 

Projekte

CoopeRadio - Aneignen und Hinterfragen medialer Wirklichkeiten

Adressat_innen sind Kinder und Jugendliche, die unsere Partnerschulen besuchen und bereits Erfahrungen mit den Mitarbeitenden der sozialpädagogischen Angebote haben. Ohne Interesse und Engagement läuft nichts! Daher sind alle, die sich für Medien- im Speziellen Radio - interessieren eingeladen, in einem Radiosender eine Sendung gemeinsam zu gestalten. Von der Themensuche, der Wahl und Ausgestaltung des passenden Sendeformats bis hin zur Aufnahme werden die Kinder und Jugendlichen zusätzlich von Medienpädago_innen unterstützt.

Zielstellung:

Das Interesse an jeglicher Form von Medien und deren Nutzung ist im Alter ab 12 Jahren besonders ausgeprägt. Zu beobachten ist jedoch, dass in diesen Altersgruppen selten ein kritischer Umgang mit Medien gepflegt wird. Ziel ist eine Auseinandersetzung mit Medien und eine Meinungsbildung anzuregen. Dabei entstehen selbst entwickelte Beiträge – wie Interviews, Reportagen oder auch Hörspiele. Diese Formate werden von den Kindern und Jugendlichen thematisch entwickelt, gemeinsam ausgestaltet, und können schließlich im Einvernehmen mit den jungen Radiomachern auch ausgestrahlt werden.

Partner und Fachlichkeit:

Den organisatorischen Rahmen stellen die Mitarbeitenden des cooperatio e.V.. Als Partner engagieren wir Fachkolleg_innen aus dem Unterstützerkreis von Coloradio, dem JUNGEN RADIO Dresden.

Durchführung

Die Radioprojekte staffeln sich in mehrere Stufen. In der vorbereitenden Phase obliegt es den Schulsozialarbeiter_innen Übergänge zu gestalten und so persönliches Interesse aber auch inhaltliche Neugier der Jugendlichen zu wecken. In der darauffolgenden Woche folgt die inhaltliche Arbeit zu den Themen der beteiligten Jungen und Mädchen. Im Laufe dieser Woche werden die unterschiedlichen Beiträge erarbeitet und aufgenommen. Am Abschlusstag werden die einzelnen Ergebnisse geschnitten, zusammengefügt und so zu einem Radiobeitrag vereint. Die Technik wird ebenfalls von den Kindern und Jugendlichen bedient.

Buchhaltestelle

Das Projekt „Buchhaltestelle“ begleitet die Kinder und Jugendlichen der Lernförderschule auch über den Unterrichtsalltag hinaus. Ziel des Angebots ist die Unterstützung und Partizipation der Kinder und Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben und die eigenständige Entwicklung individueller Lebensperspektiven. Innerhalb des Projekts bieten sich Zeiten zur Vertiefung von Kulturtechniken wie Lesen und eigenständigem Sprechen.
Das Lese- bzw. Buchprojekt „Buchhaltestelle“ kann innerhalb bestehender Projektzeiten, aber auch zusätzlich angeboten werden.

Die Buchhaltestelle bietet so:

  1. Auszeit vom Schullalltag,
  2. Spaß an Büchern und dem Lesen sowie Wissensaneignung,
  3. konkrete Zeiten und lebendige Auseinandersetzung mit Medien und Menschen,
  4. klassenübergreifende Interaktionen zur Entwicklung des Schulklimas.

Darüber hinaus bieten sozialpädagogische Angebote Inseln im Schullalltag. Von den Sozialpädagog_innen angeleitete Phantasiereisen, Entspannungsübungen und Körperarbeit sollen den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten der Ruhe und Selbstwahrnehmung geben.
Auf dem fliegenden Teppich nehmen sich die Kinder Zeit für Reisen außerhalb ihres Schulalltags.


Kontakt: Frau Wolf (Pädagogin, Mediatorin), E-Mail: wolf[@]cooperatio-dresden.de

AbenteuerStadt

Terminierung: wöchentlich, nachmittags, auch in den Schulalltag integrierbar
Zielgruppe: 15 Schülerinnen und Schüler

Erfahrungsgemäß ist die Nachfrage sehr groß, sodass nicht alle Kinder in die Gruppe aufgenommen werden können. Aus Gründen der Aufsichtspflicht wird die Anzahl der Teilnehmer auf 15 Kinder beschränkt. Bei der Auswahl der Kinder wird vor allem auf die Bedürftigkeit geachtet. Kindern, die kein anderes Freizeitangebot am Nachmittag wahrnehmen können oder ausgrenzende Tendenzen erleben, wird der Vorrang gegeben.

Projektbetreuer: Herr Reyer (Sozial- und Erlebnispädagoge), E-Mail: reyer[@]cooperatio-dresden.de

Projektbeschreibung: Das Angebot orientiert sich an erlebnispädagogischen und naturpädagogischen Grundgedanken und zielt inhaltlich auf Umwelterfahrung und natursportliche Unternehmungen jeglicher Art. Der Begriff der Natur ist in diesem Kontext ausgeweitet auf urbane Spiel- und Erlebnisräume wie z.B. Spielplatz, Park, Zoo oder Elbwiesen.

Hintergrund zum AbenteuerStadt

Im Schulalltag zeigt sich immer wieder, dass Kinder und Jugendliche zunehmend weniger Umwelterfahrungen sammeln und so über immer geringere Erfahrungs- und Alltagswissensschätze verfügen. Zu den gewöhnlichen Erlebnisräumen der meisten Kinder und Jugendlichen zählen verkehrsintensive Stadträume und mediale Wirklichkeiten.

Dem Mangel an Umwelterfahrungen wird durch die städtebauliche Struktur der Stadtteile, aus denen die Teilnehmenden stammen, nicht angemessen begegnet.
Kern des Projekts ist die Handlungsorientierung als aktives Gewinnen und Verarbeiten von Erfahrungen. Als Beispiele für die Erkundung neuer Räume sind die Entdeckung alternativer Bewegungsräume im Wohnviertel, das Angebot von Touren in den Wald oder ins Elbtal und der Besuch von Einrichtungen des Naturschutzes zu nennen. Mit dem konkreten Bezug zu persönlichen Erlebniswelten und der räumlichen Nähe zur Schule können Erfahrungen aus dem Lebens- und Schulalltag altersgemäß reflektiert, Verhalten beschrieben und sukzessive Handlungsalternativen erarbeitet werden. Wir handeln lebenslagensensibel und achten die individuellen Potentiale und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien.

Pädagog_innen und Kinder begegnen sich unabhängig vom Leistungskontext. Hier wird Reflexion unabhängig von Bewertung und Ergebnisorientierung möglich. Gewohnte Rollen können verlassen und neue erprobt werden. Besonders junge Kinder erweitern ihren Bewegungsradius und kommen so ihrem natürlichen Drang zur Bewegung nach.

Da Kinder und Jugendliche grundsätzlich neugierig und couragiert sind, soll mit dem Projekt zugleich das soziale Engagement durch eine gezielte Gruppenarbeit gefördert werden. Den Kindern werden Handlungsspielräume zur Verfügung gestellt, in denen die Selbstorganisation und die Kooperation in der Gruppe gefördert und vor allem gefordert werden. Aktuelle Angebote und Vergünstigungen ermöglichen die inhaltliche Fülle des Programms. Bisher verzichteten wir auf Teilnehmerbeiträge, um das Angebot niederschwellig zu gestalten.

In den vergangenen Jahren wurden wir durch Spenden des Aufwind e.V. unterstützt, um die Arbeit im entwickelten Umfang sicher planen und fortsetzen zu können.

Kontakt

Mareen Wolf:

Mobil: 0176 459 258 89

Mail: wolf[@]cooperatio-dresden.de

 

Mike Reyer:

Mobil: 0176 459 258 88

Mail: reyer[@]cooperatio-dresden.de